Zecken: Was Hundebesitzer wissen sollten 

Kaum steigen die Temperaturen, geht es auch schon ab ins Zeckenparadies. Unsere Hunde erkunden neugierig Gräser, Sträucher, Uferzonen, Stadtparks und Wälder und stecken ihre Nasen in alles, was sozusagen nicht bei drei auf’m Baum ist. Und genau da halten sich auch die kleinen Spinnentierchen auf: in Kniehöhe und nicht, wie landläufig vermutet wird, auf den Bäumen. Selbst wenn unsere geliebten Vierbeiner nur durch den Garten hüpfen, begeben sie sich in akute Zeckenattackengefahr. Das wäre alles gar nicht so schlimm, könnten die winzigen Blutsauger nicht gefährliche Krankheiten übertragen. 

Die Zecke – ein stechender Parasiten im Unterholz

Die Zecke ist ein Spinnentier, das sich (wie die Mücke) vom Blut der Säugetiere ernährt. Sie halten sich in Bodennähe (in der Höhe von Gräsern, Wiesen und Büschen (bis 60 cm)) auf, wo sie geduldig auf den nächsten Wirt warten. Läuft dein Hund an solch einer Pflanze vorbei, streift er die Zecke ab. Vom Kontaktpunkt aus wandert die Zecke dann zu geschützten, gut durchbluteten und dünnen Hautplätzen, wo sie die Hundehaut mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen aufritzt. Dann gräbt sie mit ihrem Stachel eine Grube, die sich immer wieder mit Blut füllt. Von diesem Blut kann sich die Zecke bis zu zwei Wochen ernähren und dadurch etwa das 200-fache ihres Ursprungs-Gewichtes erlangen. Ohne weitere Mahlzeit kann sie so in der freien Natur bis zu fünf Jahren überleben [1].

Beliebte Stichstellen beim Hund

Welche Stellen beim Hund werden denn nun besonders gerne befallen? Das sind die gut durchbluteten und dünnen Hautstellen an: 

  • dem Kopf mit den Augen, Innen- und Außenseite der Ohren, Schnauze und Kinn
  • die Achseln
  • die Leisten und Genitalien und
  • der Bereich zwischen den Zehen [5].

Natürlich können Zecken auch jeden anderen Bereich deines Hundes befallen. Deswegen ist es notwendig, ihn immer gründlich am gesamten Körper zu untersuchen.

Warum ist die Zecke gefährlich?

Am Blutverlust wird deine Fellnase sicher nicht sterben, wenn eine Zecke zugestochen hat. Trotzdem ist das Tierchen gefährlich, weil es mit Krankheitserregern infiziert sein kann. Die Erreger können über die Speicheldrüsen und den Stechapparat in das Blut deines Hundes gelangen. Der gemeine Holzbock und die Auwaldzecke beispielsweise, die am häufigsten in Deutschland vorkommen, können dabei Bakterien und Viren übertragen, die schwere Erkrankungen, wie Borreliose und Hirnhautentzündungen (Frühsommer-Meningoenzephalitis, FSME), verursachen können. 

Die durch Zecken übertragene Krankheit Borreliose 

Die (Lyme-)Borreliose wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst. Die Borreliose zählt zu den am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten. Im Verlauf der Erkrankung können folgende Symptome auftreten: 

  • ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle (eventuell erst nach 28 Tagen)
  • grippeähnliche Symptome, wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Fieber (Frühstadium)
  • Gelenkentzündungen, Entzündungen der Nerven, Hirnhaut- und Herzbeutelentzündung, Leistungsabfall des Herzens (Stadium 2)
  • chronische Gelenkentzündungen mit starken Schmerzen und bleibenden Schäden, Herzprobleme, geistige Beeinträchtigung, Nervenschäden, Muskel- und Nervenschmerzen, Lähmungen, psychische Störungen, wie Nervosität, Ängste, Schlafstörungen, Depressionen, Wesensveränderungen (Stadium 3) 

Die Borreliose lässt sich zwar bis zum fortgeschrittenen Stadium 3 mit Antibiotika (u.U. bei chronischen Zuständen als mehrwöchige Infusionen) behandeln. Bleibende Schäden können jedoch nicht rückgängig gemacht werden. Zudem treten immer mehr Bakterienstämme auf, die eine Resistenz gegen Antibiotika entwickelt haben [2]. Wird die Krankheit zu spät entdeckt, kann sie auch zum Tode deines Hundes führen.  

Die gute Nachricht ist: Anders als beim Menschen kannst du deinen Hund gegen die Borreliose impfen lassen. Außerdem muss nicht jeder infizierte Hund unbedingt erkranken. Wenn das Immunsystem deines Lieblings stark ist, kann es ggf. die Bakterien unter Kontrolle behalten, so dass sich keine Krankheitssymptome entwickeln [2]. 

Durch Zecken verursachte Hirnhautentzündung FSME

Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verursachen Viren eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen mit hohem Fieber und Gliederschmerzen [3], die fälschlicherweise häufig auch wie eine Grippe behandelt werden. Breitet sich das Virus im Gehirn und Rückenmark aus, werden die Nerven zerstört. Das äußert sich in Lähmungserscheinungen, Sprach- und Schluckstörungen [3]. Im schlimmsten Fall kann die Krankheit zum Tode führen. Da sich die Viren im Speichel der Zecke befinden, kann der Stich unmittelbar zur Infektion führen, auch wenn du sie sofort entfernst. Erste Symptome treten dann meist nach wenigen Tagen auf. Es kann aber auch einige Wochen dauern, bis sich die Infektion bemerkbar macht. Behandelt werden können nur die Symptome, die Krankheit selbst kann nicht behandelt bzw. geheilt werden. 

Die schlechte Nachricht ist: Anders als beim Menschen können Hunde nicht gegen FSME geimpft werden. 

Weitere Zeckeninfektionen: Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose

Die Anaplasmose, Babesiose und Ehrlichiose sind weitere durch Zecken übertragbare Infektionskrankheiten, die relativ häufig vorkommen.  Die Anaplasmose kann sich über Jahre erstrecken und zu Symptomen, wie Abmagerung, Blutungen aus Körperöffnungen, in Haut und Schleimhäuten, Gelenkentzündungen und Lahmheit führen [4; 5]

Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen des Hundes angriffen und es kommt zu Symptomen, wie Appetitverlust, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Gelbsucht, Schmerzen und Teilnahmslosigkeit bis hin zu Ohnmacht [4; 5]. Die Ehrlichiose kommt vorwiegend beim Deutschen Schäferhund und Sibirischen Husky vor. Das Bakterium befällt die Monozyten des Immunsystems und die Organe und führt zu ähnlichen Symptomen wie die Babesiose, einschließlich starken Schmerzen [4; 5; 6]. 

Alle drei Krankheiten werden durch Bakterien ausgelöst und lassen sich mit Antibiotika behandeln. Um bleibenden Schäden vorzubeugen, müssen sie aber frühzeitig erkannt und behandelt werden. 

So entfernst du Zecken bei deinem Hund richtig

Wenn du beim Absuchen deines Hundes eine Zecke entdeckst, gilt es, sie richtig und vollständig zu entfernen. Dazu greifst du die Zecke in Hautnähe und ziehst sie kontrolliert heraus (nicht drehen!), damit ihr Kopf nicht stehen bleibt. Manchmal verbleiben noch dunkle Zeckenteile in der Haut. Dabei handelt es sich in aller Regel um Teile der Mundwerkzeuge, die mit der Zeit von der Haut abgestoßen werden. 

Du kannst auch eine spezielle Zeckenzange (am besten), -karte, -schlinge oder Pinzette benutzen, aber bitte keinen Klebstoff, kein Öl oder Alkohol. Diese Mittel würden das Risiko einer Infektion steigern [8]. 

Prophylaxe: Schutz vor Zeckenbefall

Obwohl es einen riesigen Markt an Zeckenschutzmittel (Sprays, Kautabletten, Halsbänder und Spot-ons) für den Hund gibt, kann man sich nicht auf alle verlassen.  Während Kautabletten von Innen (systemisch) wirken und keine Spuren im Fell hinterlassen, werden Spot-Ons auf den Nacken aufgetragen, von wo sich der Wirkstoff über den ganzen Körper verteilt. Sie (und auch Sprays) verhindern den Stich und töten gleichzeitig den Parasiten ab. Halsbänder versorgen deinen Hund über Monate mit den Antiparasitikum [9].

Neben den chemisch–synthetischen Mitteln gibt es auch einige alternative Anti-Zeckenmittel. Bei diesen muss man allerdings sehr vorsichtig sein, weil sie u.U. auch schädlich für den Hund sein können. So wirken beispielsweise ätherische Öle extrem reizend auf die Schleimhäute deiner Fellnase und Knoblauch ist regelrecht giftig.  

Nach einigen Studien soll dagegen sehr gut Kokosöl gegen Zecken helfen. Tägliches Einreiben kann deinen Hund bis zu sechs Stunden vor Zecken schützen und auch Bakterien und Viren nach einem bereits erfolgten Stich abtöten. Nebenbei wirkt es, wenn es ins Futter gegeben wird, von innen entzündungshemmend, stoffwechselanregend und stärkend auf das Immunsystem [S1; S2; S3; S4].

Zeckenschutz häufig vernachlässigt

Obwohl wir alle um die potentielle Gefahr von Zeckenstichen wissen, bleiben bis zu 60 Prozent der Zecken unbemerkt und jeder zweite Hund ist infiziert. Die winzigen Parasiten sind mitunter im dichten Hundefell auch schwer zu finden. Dazu kommt, dass leider einige Hundebesitzer eher lapidar mit den Zeckenschutzmaßnahmen umgehen und ihren Liebling nicht ausreichend schützen. Entweder ist der Schutz ungenügend, wird nicht regelmäßig erneuert oder zu spät aufgetragen [7]. Da sich inzwischen durch die globale Erwärmung einige endemische Zeckenarten bis nach Europa und sogar Deutschland ausgebreitet haben, ist die Gefahr einer Infektion für Hunde enorm gestiegen. Es ist also wichtig, sich das Thema “Hundeparasiten” noch einmal ins Bewusstsein zu holen. 

Ergänzungsfuttermittel als unterstützendes Mittel gegen Zecken

Ein hilfreiches Mittel gegen Entzündungen und Infektionen durch Bakterien und Viren könnte CBD sein. Es punktet dadurch, dass es nur in seltenen Fällen Nebenwirkungen verursacht und das Immunsystem regulieren und Entzündungen lindern kann.

Mit Ergänzungsfuttermittel kannst du den Organismus deiner Fellnase prophylaktisch oder zur begleitenden Behandlung stärken. Dazu bieten wir eine ganze Reihe an Präparaten an, die an vielen Stellen im Hundekörper die Widerstandskräfte stärken können. Unser Fell Mix beispielsweise hemmt mit Hilfe der Blaualge Spirulina, dem Spurenelement Selen und der Pflanze Moringa Entzündungsprozesse und steigert die Selbstheilungskräfte, stärkt mit Silizium die Hautbarriere und mit Colostrum die Schleimhäute und das Immunsystem. Auch Vitamin D reguliert die Funktion des Immunsystems. Unser Regeneration Mix beugt Krankheiten vor und hilft deiner Fellnase, nach Anstrengungen und Krankheiten schnell wieder auf die Beine zu kommen. Kurkuma, Taurin und die wilde Heidelbeere in dem Mix sind stark gegen Entzündungen und regulieren die Funktion des Immunsystems. Und schließlich kann unser Aktiv und Vital Mix mit dem enthaltenen Reishi Pulver, Chlorella und Spirulina, MSM und Acerola die Selbstheilungskräfte stärken und Entzündungen bekämpfen.

Das kannst du darüber hinaus gegen Zeckenstiche tun

Immer wenn du mit deinem Hund in der Natur unterwegs bist, solltest du einige Punkte beachten: 

  • meide möglichst Gegenden, wo Zecken besonders häufig vorkommen
  • untersuche deinen Liebling nach dem Spaziergang gründlich auf Zecken, besonders auch an den bodennahen Stellen 
  • entferne Zecken immer sofort und gründlich, am besten mit einer Zeckenzange. Wenn du dir unsicher bist, kannst du die Zecke auch vom Tierarzt entfernen lassen
  • achte ganzjährig auf einen sicheren Zeckenschutz, besonders in endemischen Gebieten [5].

Quellen:

[1] Die Zecken, in Zecken.de, abgerufen am 01.02.2023 von https://www.zecken.de/de/die-zecke#:~:text=Die%20Zecke%20ist%20ein%20weltweit,der%20Regel%20nicht%20das%20Problem.

[2] Was ist FSME?, in Zecken, abgerufen am 01.02.2023 von https://www.zecken.de/de/was-ist-fsme

[3] Krankheit Lyme-Borreliose, in Zecken.de, abgerufen am 01.02.2023 von https://www.zecken.de/de/krankheit-borreliose

[4] Durch Zecken auf Hunde übertragbare Krankheiten, Tierärzteverband, abgerufen am 01.02.2023 von https://www.tieraerzteverband.de/smile/smile-tiergesundheit/hund/parasiten/zeckenkrankheiten/durch-zecken-uebertragbare-krankheiten.php

[5] Durch Zecken übertragene Erkrankungen: Gefahren für Hunde, in Parasitenportal, abgerufen am 01.02.2023 von https://parasitenportal.de/hundekrankheiten-durch-zecken/

[6] ]  Ehrlichiose, in Zecken-Radar, abgerufen am 01.02.2023 von https://www.zecken-radar.de/ehrlichiose/

[7] Zecken beim Hund: Kenne die Gefahren, in Parasitenportal, abgerufen am 01.02.2023 von https://parasitenportal.de/zecken-beim-hund/

[8] Tick Removal – Vergleich von fünf verschiedenen Zeckenentfernungsgeräten, 2010 in Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, abgerufen am 01.02.2023 von http://www.zeckenzange.eu/Zeckenentfernung.pdf

[12] Parasitenschutz für Hunde: Die richtige Behandlung für eine optimale Gesundheitsvorsorge, in Parasitenportal, abgerufen am 01.02.2023 von https://parasitenportal.de/parasiten-behandlung-hund/

Relevante Studien:

[S1] Gunsalus, Kearney T. W. et. al., Manipulation of Host Diet To Reduce Gastrointestinal Colonization by the Opportunistic Pathogen Candida  albicans, 18.11.2015 in ASM Journals, abgerufen am 01.02.2023 von https://journals.asm.org/doi/full/10.1128/mSphere.00020-15

[S2] Kabara, Jon J. et. al., Fatty Acids and Derivatives as Antimicrobial Agents, Juli 1972 in Antimicrob Agents Chemother.; 2(1): 23–28., abgerufen am 01.02.2023 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC444260/

[S3] Barrozo, Mayara Macêdo et. al., Repellent and acaricidal activity of coconut oil fatty acids and their derivative compounds and catnip oil against Amblyomma sculptum, Dezember 2021 in Vet Parasitol;300:109591, abgerufen am 01.02.2023 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34678676/

[S4] Schwantes, Ulrich et. al., Prevention of infectious tick-borne diseases in humans: Comparative studies of the repellency of different dodecanoic acid-formulations against Ixodes ricinus ticks (Acari: Ixodidae), April 2008 in Parasit Vectors.; 1: 8, abgerufen am 01.02.2023 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2362118/

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