Hund und Herz – Wenn die Fellnase Herzprobleme hat 

Dass unsere Hunde ein großes Herz haben, ist klar. Kaum ein anderes Tier ist derart anhänglich, treu und kontaktfreudig. Dieses bildlich gesprochene große Herz ist aber nicht mit einem organisch vergrößerten Herzen gleichzusetzen. Normalerweise behält das Herz, das den Körper über das Blut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, zeitlebens seine Größe. Bei etwa 10% aller Hunde in Deutschland erkrankt das Herz aber im Laufe des Lebens. Dabei kann es sich auch vergrößern. Wir zeigen dir, wie du eine Herzkrankheit bei deiner Fellnase erkennst und was du ggf. dagegen tun kannst. 

Symptome einer Herzerkrankung beim Hund

Wie bei allen Krankheiten, wird dein Hund dir auch bei einer Herzerkrankung nicht sagen können, dass er Beschwerden hat. Lange Zeit kann das Herz die fehlende Leistungsfähigkeit kompensieren, bis es schließlich ermüdet. Ist dein Hund nicht bereits mit einem Herzfehler geboren, musst du die zunächst unspezifischen Symptome, die auf eine Herzkrankheit hinweisen können, erkennen und dann rechtzeitig handeln. Ein krankes Herz vermindert nicht nur die Kondition deines Hundes. Es verhindert auch, dass die Organe ausreichend mit lebenswichtigen Stoffen versorgt und Abfallstoffe aus dem Körper ausgeleitet werden können. Im schlimmsten Fall kann eine Herzerkrankung zum Absterben von Organen und schließlich zum Tode deines Hundes führen [1]. 

Erste Hinweise auf Probleme mit dem Herzen können sein, dass deine Fellnase:

  • appetitlos ist und weniger frisst
  • wenig Ausdauer hat und schon bei geringster Belastung häufig stehen bleibt und aufgrund Atemnot stark hechelt
  • ohne erkennbaren Grund hustet, besonders nachts und bei Aufregung
  • müde, schlapp, apathisch erscheint [1; 3; 4].

Wenn du nicht rechtzeitig eingreifst, kann sich eine schwere Herzerkrankung entwickeln. Sie kann zum Notfall werden, wenn dein Hund: 

  • auch in Ruhe nur schwer atmen kann und dabei den Hals streckt
  • ohnmächtig wird
  • an Maul und Zunge blaue Verfärbungen aufweist
  • Flüssigkeit (Oedeme) am Bauch und in der Lunge ansammelt [1; 2; 3].

Bei einer solchen Symptomatik ist die Herzkrankheit deines Hundes schon weit fortgeschritten. Du solltest also schnellstmöglich mit ihm zum Tierarzt gehen. Zwar können Hunde keinen Herzinfarkt erleiden. Doch eine krankhafte Vergrößerung des Herzens kann ebenso das Leben deines Lieblings bedrohen [1]. 

Ursachen/Risikofaktoren von Herzerkrankungen

Manche Hunde haben bereits bei der Geburt einen angeborenen Herzfehler. Wenn das bei deiner Fellnase nicht der Fall ist, können andere Ursachen die Erkrankung auslösen. 85% der Herzkrankheiten sind erworben. Als Ursachen dafür kommen in Frage:  

  • Ernährungsfehler, Übergewicht, Untergewicht
  • Bakterien- oder Vireninfektionen
  • fortgeschrittenes Alter
  • eine Schilddrüsen- oder Nierenerkrankung
  • Diabetes
  • chronische Entzündungen im Organismus, beispielsweise am Gebiss
  • Herzwürmer
  • Kaliummangel
  • Medikamente
  • anhaltender Stress oder Depressionen
  • Bluthochdruck und/oder Durchblutungsstörungen
  • Umwelteinflüsse, ein Übermaß an freien Radikalen oder Giften
  • ein Taurinmangel
  • Rassenprädisposition
  • Zahnstein [1; 3; 4].

Hunderassen, die besonders häufig eine Herzschwäche erleiden

Einige Hunderassen sind prädisponiert für eine Herzschwäche. Ein vergrößertes Herz bei gleichzeitigem Nachlassen der Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (dilatative Kardiomyopathie (DCM)) trifft dabei besonders große Rassen, auch im jüngeren Alter. Zu den betroffenen Rassen zählen: 

  • Afghanen
  • Bernhardiner
  • Boxer
  • Cavalier King Charles Spaniel
  • Deutsche Doggen
  • Dobermann
  • große Mischlinge
  • Großpudel
  • Irischer Wolfshund
  • Leonberger
  • Neufundländer
  • Rottweiler
  • Schäferhunde
  • Setter
  • Wolfshunde [1; 3; 4].

Die zweite, weit verbreitete Herzerkrankung, eine Erkrankung der Herzklappen, findet man dagegen häufiger bei kleinen Hunderassen, wie Pinschern, Standard Pudeln, Retrievern und Zwergschnauzern [3; 4].  

So wird ein krankes Hundeherz behandelt

Ein krankes Hundeherz wird ähnlich behandelt wie das geschwächte Menschenherz. Es kann zwar nicht geheilt werden, doch können eine spezielle Diät zur Deckung des besonderen Nährstoffbedarfs und passende Medikamente das Herz entlastet und Herzschwäche und belastende Symptome einige Monate hinausschieben. So kann die Lebensqualität verbessert und das Leben des Hundes verlängert werden. Der Tierarzt verordnet deiner Fellnase ACE-Hemmer zur Erweiterung der Gefäße, Diuretika zur Senkung des Blutdrucks und Entwässerung, Digoxin zur Förderung der Herzkontraktion und/oder Betablocker zur Blutdrucksenkung [1; 2; 3].  

Das kannst du gegen Herzprobleme bei deinem Hund tun  

Ein herzkranker Hund braucht eine besonders umsichtige Behandlung, gesundes Essen und regelmäßige Bewegung. Zuallererst sollte er von Stress und unnötigen Belastungen ferngehalten werden. Ein gleichmäßiger Alltag mit mehreren kleinen Außenaktivitäten ist für ihn besonders wichtig. Vermeiden solltest du dagegen extreme Belastungen, wie große Gassirunden, ausgelassenes Toben, extreme Luftfeuchtigkeit und starke Hitze. Als vorbeugende Maßnahme kannst du das Gewicht deines Vierbeiners kontrollieren und Übergewicht vermeiden. Wichtig ist, dass du mit ihm zum jährlichen Gesundheitscheck gehst und das Herz deiner Fellnase trainierst. Gut dafür eignet sich z.B. Schwimmen und sanftes Lauftraining. Aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Nieren- und Herzgesundheit solltest du auch auf das Trinkverhalten deiner Fellnase achten und die Nieren im Blick behalten [1; 2]. Studien zeigen, dass auch ein Taurinmangel sowie eine hohe Belastung mit oxidativem Stress mit Herzerkrankungen im Zusammenhang stehen können. Daher achte auch auf eine gesunde, eiweißreiche Ernährung deines Hundes mit ausreichend Antioxidantien (wie Vitamin E, C, Selen), Omega-3-Fettsäuren und L-Carnitin und Taurin zur Unterstützung des Herzmuskels [S1; S2]. Das Futter sollte natriumarm zur Senkung des Blutdrucks und zur Verringerung von Ödemen sein. Messe auch regelmäßig die Ruheatemfrequenz (Heben und Senken des Brustkorbes) deines Hundes, am besten, während er schläft. Während einer Minute zählst du dazu seine Atemzüge. Sie sollten unter 30 liegen. Bei höheren Werten besteht die Gefahr eines beginnenden Lungenödems [1; 2; 3]. 

Ergänzungsfuttermittel bei Herzerkrankungen

Wir von Hunreys bieten eine Reihe gesunder Produkte an, die die Gesundheit des herzkranken Hundes unterstützen können. Unser Hanföl beispielsweise könnte helfen, Entzündungen, Stress und Durchblutungsstörungen entgegenzuwirken. Studien haben gezeigt, dass es den Stoffwechsel regulieren [S3], den Blutdruck senken [S4] und freie Radikale reduzieren helfen könnte [S3].  Außerdem soll es über die Regulation von Botenstoffen die Herzfrequenz drosseln können. Unser Bio-Hanfsamenöl ist voller herzschützender Nährstoffe, wie beispielsweise Omega-3-Fettsäure, Vitamin E, B1 und B12, Kalium und Zink. Sie können den Blutdruck regulieren, die Muskulatur stärken und freien Radikalen entgegenwirken. Auch unsere Vitamin-Mixturen enthalten eine Fülle an gesunden Pflanzenstoffe, die gegen die Ursachen und Symptome eines kranken Herzes helfen können. Zur Vorbeugung von Zahnstein empfehlen wir unsere Superfoodballs, die durch ihre Konsistenz die Zähne reinigen und gleichzeitig durch die hochwertigen Pflanzenstoffe den Hund gesund halten können. 

Quellen:

[1] Rybińska, Kinga, Herzprobleme beim Hund – Wenn Herzhusten & Co. das Herz schwer machen, in Josera, abgerufen am 20.04.2023 von https://www.josera.de/ratgeber/ratgeber-hunde/herzprobleme-hund.html

[2] Herzerkrankungen beim Hund, 19.07.2019 in Bundesverband für Tiergesundheit, abgerufen am 20.04.2023 von https://www.bft-online.de/kleintiergesundheit/2019/rechtzeitig-aufs-hundeherz-hoeren/herzerkrankungen-beim-hund 

[3] Herzerkrankungen beim Hund: Symptome, Ursachen & Ernährung, in futalis, abgerufen am 20.04.2023 von https://futalis.de/hunderatgeber/krankheiten/organerkrankungen/herzerkrankungen

[4] Herzerkrankungen beim Hund, 12.11.2021 in Uelzener, abgerufen am 20.04.2023 von https://uelzener.de/magazin/hund/tiergesundheit/herzerkrankungen-beim-hund/

Relevante Studien: 

[S1] Keene, B. W.  et al., Myocardial L-carnitine deficiency in a family of dogs with dilated cardiomyopathy, 15.02.1991 in J Am Vet Med Assoc;198(4):647-50, abgerufen am 20.04.2023 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2019534/

[S2] Fascetti, A. J.  et al., Taurine deficiency in dogs with dilated cardiomyopathy: 12 cases (1997-2001), 15.10.2003 in J Am Vet Med Assoc;223(8):1137-41, abgerufen am 20.04.2023 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14584743/

[S3] Rajesh, Mohanraj et. al., Cannabidiol attenuates cardiac dysfunction, oxidative stress, fibrosis, and inflammatory and cell death signaling pathways in diabetic cardiomyopathy, Dezember 2010 in J Am Coll Cardiol, 56(25):2115-25, abgerufen am 20.04.2023 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21144973/

[S4] Bátkai, Sándor et. al., Endocannabinoids acting at cannabinoid-1 receptors regulate cardiovascular function in hypertension, Oktober 2004 in Circulation;110(14):1996-2002, abgerufen am 20.04.2023 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15451779/

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