Die häufigsten Hautkrankheiten bei Hunden – Symptome, Ursachen, Lösungen

Ehrlich gesagt, schön ist das nicht, wenn der Hund sich ständig kratzt, weil ihn etwas juckt, die Haut nässt, riecht, gerötet ist oder er sich aus unbekannten Gründen ständig leckt. Man macht sich Sorgen, fürchtet Parasiten oder Wunden, die sich ausweiten und ihn schmerzen können, vielleicht sogar eine ernsthafte Erkrankung, vielleicht etwas Ansteckendes. Tatsächlich ist die Zahl der Hunde mit Hautkrankheiten in den letzten Jahren stetig gestiegen. Sollte deine Fellnase auch unter einer Hautkrankheit leiden, dann ist es jetzt Zeit, die Ursachen dafür herauszufinden. Wir wollen dir helfen, Symptome zuzuordnen und Strategien gegen Hautkrankheiten zu entwickeln.

Ist doch nur Haut: Warum eine gesunde Hundehaut wichtig ist

Die Haut Deines Hundes ist ein riesiges und komplexes Organ mit vielen lebenswichtigen Funktionen. Sie ist die Barriere zwischen dem Körperinneren und der Außenwelt, sozusagen der Bodyguard, der entscheidet, wer eintreten darf und wer nicht. Sie muss sich ständig gegen Angriffe aus der Umwelt wehren und zugleich melden, wenn im Innen (Spiegel der Gesundheit) oder Außen etwas nicht stimmt. Darüber hinaus regelt sie die Körpertemperatur und ist außerdem am Stoffwechsel beteiligt. Eine kranke Haut kann ihre Barrierefunktion nicht mehr uneingeschränkt wahrnehmen. Trockene Haut, Wunden und Entzündungen lassen zu, dass Keime in die Haut eindringen können, die sonst zuverlässig abgewehrt würden. Im schlechtesten Fall spielt sich das Krankheitsgeschehen nicht nur äußerlich ab, sondern tritt auf das Körperinnere über. 

Typische Symptome von Hautkrankheiten

Ganz typisch für Hautkrankheiten beim Hund sind Symptome, wie: 

  • Abszess
  • Ausschlag
  • blutige/nässende Wunden
  • brüchiges Fell
  • Eiterbildung
  • Entzündungen oder Hot Spots (immer wieder aufflammende Entzündungen)
  • Ekzeme
  • Haarausfall
  • Hautverdickungen (Keratosen)
  • Hitze
  • Juckreiz
  • Ohrjucken
  • Rötungen
  • Schmerzen
  • Schuppenbildung
  • Schwellungen
  • stumpfes Fell
  • trockene Haut [1; 2; 3].

Deine Fellnase äußert die Beschwerden durch häufiges Kratzen, Wälzen, Scheuern, manchmal auch Nagen an der entsprechenden Stelle, um den Juckreiz loszuwerden. So entstehen Wunden, die sich leicht infizieren. Sie ist unruhiger als sonst und zeigt damit auch die psychische Belastung, die eine Hautkrankheit mit sich bringt.

Die häufigsten Hautkrankheiten beim Hund

Wenn deine Fellnase unter übermäßigem Fellausfall leidet, sie sich ständig kratzt oder gerötete, gar schuppige Haut hat, könnte sich eine Hautkrankheit dahinter verstecken. Dann ist es Zeit, dass du mit ihr zum Tierarzt gehst, um die Ursache der Beschwerden zu ermitteln. Denn möglich wäre, dass dein Hund unter:

  • Allergien aufgrund von Unverträglichkeiten (Histaminose), Parasitenbefall (wie Flöhe, Läuse, Grasmilben, Zecken) oder Umwelteinflüsse (atopischer Dermatitis, Kontaktallergie) 
  • Autoimmunkrankheiten, wie Lupus Erythematodes oder Psoriasis
  • eine bakterielle, virale oder (Hefe-)Pilz-Infektion
  • Hormonelle Störungen, wie Schilddrüsen- oder Nebennierenunterfunktion 
  • Mangelernährung
  • Störungen des Magen-Darm-Traktes oder des Stoffwechsels
  • Tumore oder
  • Verletzungen leidet [1; 2; 4; 5].

Bevor du selbst Hand anlegst und die Symptome selbst behandelst, ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich. Sonst ist deine Behandlung im besten Fall wirkungslos, im schlechtesten Fall verschlimmerst du die Beschwerden. 

Ursachen von Hautkrankheiten beim Hund

Eine Möglichkeit von Hautkrankheiten beim Hund sind (Nahrungsmittel-)unverträglichkeiten. Eine ungünstige Ernährung, Umweltgifte in der Nahrung oder Medikamente können auf Dauer zu Störungen im Magen-Darm-System führen. Dabei vermehren sich die krankheitserregenden Bakterien in der Darmflora, was zur Bildung von Giftstoffen und Gasen sowie zur Förderung von Entzündungsprozesse im Darm führt. Die Darmwand kann dadurch durchlässig werden (Leaky gut-Syndrom), so dass schädliche Substanzen (wie Säuren, freie Radikale, Gifte) in das Blut- und Lymphsystem übertreten können. Daraufhin versucht der Organismus deines Hundes, diese Schadstoffe über die Haut wieder loszuwerden. Die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haut wird gehemmt, sie wird trocken und rissig und öffnet damit die Pforte für entzündungs- und juckreizauslösende Keime. Das Immunsystem im Blutkreislauf reagiert auf die Schadstoffe mit der vermehrten Bildung von Abwehrhormonen, sogenannten Histaminen. Sie werden ebenfalls über die Haut ausgeschieden, wodurch sich Nervenreizungen und Entzündungen bilden.   

Ist dies nicht die Ursache, dann könnten Bakterien- oder Pilzinfektionen zu juckenden Entzündungen bis hin zu Ekzemen führen. Möglich ist auch ein Parasitenbefall durch Grasmilben, Läuse, Flöhe o.ä.. Meist sind die Erreger mit bloßem Auge sichtbar. Ist dies nicht der Fall, dann können die Hautproblemen auch auf eine allergische Reaktion durch Umweltgifte oder auf einen gestörten Stoffwechsel (z.B. in Leber oder Nieren) aufgrund der Aufnahme von Kot anderer Tiere, Giften, schmutzigem Wasser oder chemischen Mitteln hinweisen.  [1; 2; 4].

Großflächiger Haarausfall weist entweder auf eine Pilzinfektion oder auf eine systemische hormonelle Erkrankung, wie eine Schilddrüsenunterfunktion, hin. Dahinter kann aber auch eine autoimmune Allergie stehen, bei der das eigene Immunsystem z.B. aufgrund von Medikamenten, Wurmkuren, Impfungen oder Stress gegen körpereigene Strukturen (über-)reagiert. Derartige Hauterkrankungen haben meist einen länger anhaltenden Verlauf und treten, im Gegensatz zu bakteriellen Infektionen, nicht akut auf [3; 4].  

Schließlich kann die Haut auch auf psychische Probleme, wie Stress oder Angst reagieren [5].

Ursachen von Hauterkrankungen beim Welpen

In jüngster Zeit bemerken Tierärzte, dass immer mehr Welpen mit Hautproblemen in den Praxen vorgestellt werden. Sie sehen die Gründe dafür darin, dass das Immunsystem der Welpen schon in frühen Jahren geschwächt ist, weil es mit Impfungen und Anti-Wurmmitteln sowie falschem, vitaminarmen Futter konfrontiert wird. Der Grundstein für ein starkes Immunsystem und einen gesunden Darm, die sich unmittelbar bedingen, ist brüchiger und die Haut der Welpen daher weniger widerstandsfähig geworden. So sind schon in frühen Jahren spätere Hautprobleme vorprogrammiert. Hier ist es ganz wichtig, die Grundversorgung der Welpen mit altersgerechtem, vitaminreichem Futter sicherzustellen.  

Behandlung von Hautkrankheiten

Dichtes Fell kann die Hauterkrankung verdecken, so dass sie für dich nicht rechtzeitig zu erkennen ist. Es weist darauf hin, wenn es statt dicht und glänzend eher stumpf, brüchig, filzig aussieht. Um eine Erkrankung der Haut zeitnah aufzuspüren, empfehlen Experten, die Haut der Hunde regelmäßig (am besten täglich) zu pflegen und auf Veränderungen zu untersuchen. Nach dem Gassigehen solltest du dabei das verdreckte Fell entwirren und deinen Hund ggf. mit einem Spazialshampoo für Hunde waschen. 

Eine frühzeitige Ursachenforschung und Behandlung beim Tierarzt kann verhindern, dass deine Fellnase sich unnötig quälen muss. Der Arzt kann deinem Hund entzündungs- und juckreizstillende Salben und Medikamente (wie Cortison, Antibiotika, Juckreizstiller, Antihistaminika) verordnen und die Ursache beseitigen. Vielleicht ist eine Darmsanierung, Entgiftung und/oder Futterumstellung notwendig. All dies gehört in die Hände des Experten. Er kann dir helfen, das Immunsystem deines Hundes zu stärken, die Ursachen langfristig zu meiden, die richtige Pflege anzuwenden und dir Tipps zum Umgang mit einem gestressten Hund geben [1; 2; 3; 5].

Was du darüber hinaus tun kannst: Ergänzungsfuttermittel für den Hund

Zum Schutz der Haut braucht dein Hund eine regelmäßige Reinigung von Fell und Haut sowie eine gute Parasitenprophylaxe, die ihn von außen gegen Eindringlinge schützen und ihn unbeschwert draußen spielen lassen. Dazu gibt es verschiedene Produkte, wie medizinische Shampoos (ohne hautreizende Zusatzstoffe) zur Reinigung und Halsbänder oder Spot-ons gegen Parasitenbefall. Achte auch darauf, dass Stress und Angstsituationen von deinem Hund möglichst ferngehalten werden. Selbstverständlich solltest du auch immer wieder überprüfen, ob dein Hund sein Futter gut verträgt und darüber alles erhält, was sein Organismus entsprechend seines gegenwärtigen Gesundheitszustandes benötigt. Für eine gesunde Haut sind beispielsweise Omega-3-Fettsäuren und die Vitamine E und C sehr hilfreich. 

Für den Schutz der Haut von Innen bieten wir von Hunreys eine Reihe Ergänzungsfuttermittel für Welpen (wie unser Junior Mix), erwachsene (wie unser Verdauung Mix, Fell Mix), und ältere Hunde (wie unser Senior Mix) an. Sie können helfen, Hauterkrankungen vorzubeugen, irritierte Haut zu beruhigen und zu regenerieren, das Immunsystem deiner Fellnase zu stärken und deren Darm gesund zu halten [1; 5].

Quellen: 

[1] Tierarzt Backhaus, Thomas, Hautkrankheiten beim Hund: So kannst Du Deinen Liebling von innen vor Juckreiz und Co. schützen, in Das gesunde Tier, abgerufen am 13.03.2023 von https://www.dasgesundetier.de/magazin/artikel/hautprobleme-beim-hund

[2] Hautkrankheiten beim Hund, in Zooplus Magazin, abgerufen am 13.04.2023 von https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundegesundheit-pflege/hautkrankheiten-beim-hund

[3] Hauterkrankungen beim Hund, in vetepedia, abgerufen am 13.04.2023 von https://www.vetepedia.de/gesundheitsthemen/hund/haut/hauterkrankung

[4] Hautkrankheiten beim Hund, in Tierheilpraktiker Fellnase, abgerufen am 13.04.2023 von https://www.tierheilpraktiker-fellnase.de/hundekrankheiten/hautkrankheiten-hund/

[5] Breitenfeld, Michelle, Hautkrankheiten beim Hund – darauf musst du achten!, in edogs, abgerufen am 13.04.2023 von https://www.edogs.de/magazin/hautkrankheiten-hund/

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