Leinenaggression: Wenn Dein Hund an der Leine ausflippt

Dein Hund, sonst friedlich und ruhig, reagiert an der Leine wie ausgewechselt? Er zieht und bellt, wenn er andere Hunde sieht, erscheint fast aggressiv? Dann kann es sein, dass er eine Leinenaggression hat. So ein Verhalten ist für Hund und Halter purer Stress und für letztere auch nicht selten mit Scham besetzt, nach dem Motto: “Was sollen andere von mir und meinen Hund halten?” Wir erklären Dir hier, wie Leinenaggression entsteht und was Du dagegen tun kannst.

Wie sich eine Leinenaggression äußert

Beim Freilaufen ist Dein Hund der aufmerksamste und liebste Artgenosse. Doch sobald Du ihn an die Leine nimmst, beginnt der Stress. Dein Hund zerrt und springt an der Leine und ist nur schwer zu halten. Das kann besonders bei großen Hunden eine echte Herausforderung für den Halter sein. Ganz besonders wenn er andere Hunde erblickt, fängt er womöglich an zu knurren oder zu bellen, dass es einem angst und bange wird. Jegliche Kommandos scheint er in dieser Situation zu ignorieren. Vielleicht fragst Du Dich auch: Warum ist das so?

Ursachen der Leinenaggression: Woher kommt das aggressive Verhalten an der Leine?

Eines vorweg: Dein Hund ist nicht, nur weil er so an der Leine reagiert, automatisch bösartig. Auch wenn es anderen vielleicht so erscheint, er hat gute Gründe, warum er so reagiert. Leider ist es nur schwer herauszufinden, was die Ursache für dieses Verhalten sein könnte. Frustrierend für den Hund kann beispielsweise sein, dass er als Welpe frei herumtollen und spielen durfte und all das jetzt plötzlich vorbei ist. Statt zu anderen Hunden zu laufen, artgerecht zu kommunizieren, zu schnüffeln und zu spielen, wird er jetzt zurückgehalten, am Halsband gezogen, ermahnt. Er kann also keine der natürlichen Signale an den Artgenossen senden, die sonst eine friedliche Kommunikation zwischen Hunden ausmachen. Umgekehrt kann er auch nicht mehr ausweichen bzw. die Distanz vergrößern, wenn ihm etwas unangenehm ist [3]. So bleibt ihm nur das Angriffsverhalten, weil dieser Frust, gepaart mit Druck und/oder Strafe, bei ihm zu einer falschen Verknüpfung führen kann: Andere Hunde bedeuten nun Gefahr. Es kommt ein wahrer Teufelskreis in Gang, der durch zusätzliche Gründe gespeist werden kann. Das können sein: 

  • Dein Hund ist Freiläufer und nicht an die Leine gewöhnt
  • Deine eigene Anspannung überträgt sich auf Deinen Vierbeiner
  • Ungünstige bzw. traumatische Erfahrungen an der Leine (wie Biss, Schreck), die Dein Hund mit der Begegnung eines anderen Hundes verknüpft
  • Angst oder Unsicherheit Deines Hundes oder das Gefühl von Bedrohung durch andere Hunde
  • Spieldrang, der durch die Leine behindert wird
  • Rassebedingter Beschützerinstinkt bzw. Territorialverhalten [1; 2; 3].

Manchmal ist dieses “aggressive” Verhalten auf bestimmte Eigenschaften anderer Hunde beschränkt, wie Farbe oder Größe. Dann reagiert Dein Hund auf die einen Hunde völlig entspannt und auf andere mit Bellen und Zerren. 

Training gegen Leinenaggression 

Glücklicherweise kannst Du dieses für Euch beide stressige Verhalten Deines Hundes auch wieder abtrainieren. Was Du allerdings dazu brauchst, ist viel Geduld und vor allem konsequentes Training. Mögliche Trainingstools dazu können sein: 

  • immer wenn Dein Hund an der Leine zieht, gib ihm ein Kommando, das er gut beherrscht, wie “Sitz!”, “Platz!”, “gib Pfötchen!”
  • bei Anzeichen von aggressivem Verhalten anderen Hunden gegenüber äußerst Du ein deutliches “Nein” und dann ebenfalls eines der bekannten Kommandos
  • Wege gehen, auf denen Dein Hund ausreichend Ausweichmöglichkeiten zu anderen Hunden in der Nähe hat und bei Sichtkontakt ein Leckerli geben. So verbindet Dein Hund Artgenossen wieder mit etwas Positivem
  • Selbst ruhig und gelassen bleiben, damit Du Deine Aufregung nicht auf Deinen Hund überträgst
  • Deinen Hund immer an der abgewandten Seite zum anderen Hund führen
  • bei Begegnung mit anderen Hunden die Aufmerksamkeit Deines Hundes auf Dich lenken, beispielsweise mit einem Stöckchen (Apportieren), aber auch
  • die ungezwungenen Kontakte mit anderen Hunden fördern [1; 3].

Wenn das alles nichts nützt, kannst Du auch mit Deinem Hund zu einem speziellen Training gehen. Dort lernt Dein Hund (und auch Du) bei Begegnungen mit anderen Hunden ruhig zu bleiben. 

Besser Geschirr als Halsband

Wenn Du Deinen Hund an einem Halsband führst, kann es passieren, dass er sich durch sein aufgeregtes Verhalten bei Begegnungen mit anderen Hunden selbst die Luft abschnürt. Er verknüpft dann die unangenehmen Gefühle von Luftnot und Schmerz mit der Gegenwart anderer Hunde. Außerdem stellt er sich dann mit dem Vorderkörper auf, was für das Gegenüber einer Drohgebärde gleichkommt. Besser als ein Halsband ist ein Geschirr, das mit einer stabilen Leine (keine Flexi Leine!) verbunden ist. So tut sich Dein Hund nicht weh und Du kannst ihn jederzeit unter Kontrolle halten. 

Tipps: Was Du darüber hinaus noch gegen Leinenaggression tun kannst

CBD könnte auf Deinen Hund beruhigend und entspannend wirken und seine Ängste reduzieren, ohne seine Leistungsfähigkeit einzuschränken. Über die Interaktion mit dem Endocannabinoidsystem ECS könnte es für die Ausschüttung von Neurotransmittern, wie Serotonin (“Glücks”hormon) und Dopamin (“Belohnungs”hormon) sorgen. Wenn Du Deinem Hund beim Training CBD-Öl oder CBD-Leckerlies gibst, könnte das seine Motivation und das gewünschte Verhalten verstärken. Es ist auch möglich, dass Dein Hund dann bedrohliche Signalreize positiver bewerten und sich seelisch und körperlich wohler fühlen könnte [4; S1]. 

Ist Dein Hund wiederholt Stress ausgesetzt oder hat allgemein ein hohes Anspannungslevel, dann strapaziert das seine seelischen und körperlichen Kräfte enorm. Unser Regenerations Mix könnte ihm helfen, negative Emotionen (wie Ängste, Zwänge und Depressionen) zu beruhigen, zu regenerieren und Schäden oder Einbußen in seiner Lebensqualität vorzubeugen. Quasi nebenbei könnten seine Gelenke, der Stoffwechsel, die Muskulatur und das Nerven- und Herz-Kreislaufsystem in ihren Funktionen unterstützt und stressbedingten Krankheiten vorgebeugt werden. CBD und Regenerations Mix kannst Du auch gerne miteinander kombinieren. 

Quellen: 

[1] 7 Tipps gegen Leinenaggression beim Hund, 28.01.2021 in Ein Herz für Tiere, abgerufen am 02.08.2022 von https://herz-fuer-tiere.de/haustiere/hunde/hunde-erziehung/7-tipps-gegen-leinenaggression-beim-hund

[2] Blum, Ingrid, Leinenaggression – woher sie kommt und was man dagegen tun kann, 09.01.2019 in Meiko, abgerufen am 03.08.2022 von https://www.meiko.ch/de/blog/post/hunde/koerpersprache/leinenaggression#:~:text=Von%20Leinenaggression%20spricht%20man%20dann,sich%20wie%20ein%20Verr%C3%BCckter%20auff%C3%BChrt

[3] Sporrer, Conny, Leinenaggression: Der tut nix, der will nur spielen…, Martin Rütter Dogs, abgerufen am 03.08.2022 von https://www.martinruetter.com/angebot/wissenswertes/expertenbeitraege/dogs-expertenbeitrag/leinenaggression-der-tut-nix-der-will-nur-spielen/

[4] Hund beruhigen – 10 Beruhigungstipps bei der Hundebetreuung, 20.09.2019 in Tibeo!, abgerufen am 04.08.2022 von https://tiersitter.tibeo.de/hund-beruhigen/

Relevante Studien: 

[S1] Mangieri, Regina A., Animal research highlights a therapeutic potential of cannabinoids for the treatment of depression, 2008 in Cannabinoids; 3(2): 4-7, abgerufen am 04.08.2022 von https://www.cannabis-med.org/data/pdf/en_2008_02_1.pdf

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