Die zuckerkranke Fellnase: Caniner Diabetes mellitus

Ungefähr jeder zehnte Hund leidet an der Zivilisationskrankheit Diabetes, eine der häufigsten Stoffwechselkrankheit bei Hunden. Von diabeteskranken Menschen wissen wir, dass die Krankheit fatale Gesundheitseinschränkungen zur Folge haben kann. Ob die Symptome und der Verlauf der Erkrankungen ähnlich wie beim Menschen sind, was man zur Vorbeugung und Behandlung tun kann und ob bestimmte Hunderassen prädestiniert für die chronische Erkrankung sind, erfahrt ihr hier.

Diabetes oder Zuckerkrankheit: was ist das eigentlich?

Diabetes ist eine Fehlregulation des Zuckerhaushaltes mit einem überhöhten Blutzuckerspiegel und Energiemangel in den Zellen. Was heißt das genau? Im Darm des Hundes wird die Nahrung in die verschiedenen Bestandteile aufgespalten, u.a. in Zuckermoleküle. Diese gelangen ins Blut und werden von dort in die Zellen verschiedener Organe und Gewebe eingeschleust, wo der Zucker in Energie umgewandelt wird. Die Energie wird z.B. für Stoffwechselprozesse gebraucht. Damit die Zellen aber den Zucker aus dem Blut aufnehmen können, ist das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse notwendig. Ohne das Hormon können die Zuckermoleküle nicht in die Zellen gelangen, das Insulin schließt die Zellen sozusagen auf. Steht aus irgendeinem Grund das Hormon nicht zur Verfügung, fehlt die notwendige Energie für Stoffwechselprozesse. Der Zucker reichert sich stattdessen im Blut an. Diese Stoffwechselerkrankung (Diabetes) hat eine ganze Reihe von Folgen für den Organismus [1; 2].

Das sind die Symptome von Diabetes beim Hund

Zunächst einmal bekommt dein Hund großen Appetit, denn der Energiemangel in den Zellen wird dem Gehirn als Hunger gemeldet. Trotzdem muss die Energie irgendwo herkommen, denn der Stoffwechsel muss ja in Gang gehalten werden. Da die Zellen die Energie nicht liefern können, wird sie aus körpereigenen Reserven (wie den Muskeln, der Leber, Fettgewebe) gewonnen. Die Folge: Dein Hund frisst und frisst und verliert trotzdem an Gewicht. Der Zucker, der im Blut bleibt, reichert sich an und entzieht den Zellen Wasser (osmotischer Druck). Zucker und Wasser werden über die Blase als Harn ausgeschieden. Beim Hund macht sich dieser Vorgang als ständiger Durst und starken Harndrang bemerkbar. Neben diesen Veränderungen der Fress- und Trinkgewohnheiten macht sich der Diabetes auch an: 

  • der Abmagerung deines Hundes
  • einer schlechter Wundheilung
  • struppigem, glanzlosem Fell
  • besonderer Infektanfälligkeit
  • sehr hellem und fruchtig riechendem Harn
  • Linsentrübung, Sehstörungen
  • Antriebslosigkeit und verstärkter Müdigkeit bemerkbar [1; 2; 3; 4].

Spätestens jetzt ist es Zeit, diese auffälligen Symptome bei deiner Fellnase von einem Arzt abchecken zu lassen. 

Ursachen Diabetes beim Hund

Warum dein Liebling an Diabetes erkrankt ist, kann mehrere Gründe haben. Zunächst einmal kann der Diabetes in zwei Typen unterschieden werden: Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Der Typ-1-Diabetes ist die häufigste Form bei Hunden. Hierbei können die Bauchspeicheldrüsen- (Insel-)zellen kein oder nicht ausreichend Insulin produzieren. Beim Typ-2-Diabetes können die Zellen das Insulin nicht aufnehmen – sie sind sozusagen insulinresistent. Diese Art des Diabetes kommt bei Hunden vermutlich nicht vor. Beim primären Diabetes hat dein Hund die Krankheit geerbt. Ursachen für die Entwicklung eines sekundären Diabetes können sein: 

  • Eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Autoimmunreaktion, einem Tumor, Umweltfaktoren, einer Entzündung oder Verletzung
  • eine Infektionskrankheit
  • falsche Ernährung
  • Übergewicht 
  • ein Überschuss des Entzündungshemmers Kortison durch Medikamente oder eine Stoffwechselstörung der Nebennieren (Cushing Syndrom) 
  • Hormone [1; 2; 3; 4].

So kann beispielsweise das weibliche Geschlechtshormon Progesteron die Entwicklung eines Diabetes fördern, wodurch nicht kastrierte Hündinnen eher von Diabetes gefährdet sind als kastrierte. 

Sind bestimmte Hunde oder Hunderassen prädestiniert für Diabetes?

Es gibt tatsächlich auch (rasse-) spezifischen Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit für Diabetes steigern. So hat man beispielsweise festgestellt, dass Hunde häufiger in der Lebensmitte (im Alter zwischen sieben und neun Jahren) erkranken [1; 2; 4]. Auch betrifft die Krankheit eher kastrierte Rüden, Mischlinge, Hunde unter 22 Kilogramm Körpergewicht sowie kleine Rassen, wie:

  • Beagle
  • Dackel
  • Mops
  • Lhasa Apso
  • Terrier
  • Zwergpudel
  • Zwergpinscher. 

Mit angeborenem Diabetes kommen häufig: 

  • Labrador und Golden Retriever
  • Malteser
  • Mops
  • Spitz
  • Yorkshire Terrier
  • Zwergpudel
  • Zwergschnauzer auf die Welt.

Hierbei handelt es sich aber lediglich um statistische Erhebungen. Natürlich können auch alle anderen Hunde an Diabetes erkranken [1; 2; 3; 4]. 

Konventionelle Behandlung bei Diabetes 

Hat der Tierarzt durch Blut- und Urinproben die Krankheit bestätigt, bekommt deine Fellnase wahrscheinlich lebenslang Insulinspritzen, damit der Zucker aus dem Blut den Zellen wieder zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Zusätzlich wird dein Tierarzt eine Diät, ein spezielles Bewegungsprogramm und Kontrollen der Blutzuckerwerte verordnen. Regelmäßige und mäßige Bewegung ist wichtig, damit die Muskeln deines Lieblings das Insulin besser verwerten können und der Blutzuckerspiegel auf ein gesundes Maß (jedoch nicht zu stark) fällt. Bei Hündinnen wird der Tierarzt aus oben genannten Gründen zur Kastration raten. Ist deine Fellnase gut eingestellt und unter ärztlicher Kontrolle, kann sie ein normales Leben mit guter Lebensqualität und ohne weitere Komplikationen führen. Dazu ist deine zuverlässige Zusammenarbeit mit dem Tierarzt notwendig. Wird dein Hund nicht behandelt, kann er an einer lebensgefährlichen Stoffwechselentgleisung mit Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, später auch schwerwiegenden Begleiterkrankungen (wie Organschäden, Augenschäden) erkranken, ins Koma fallen und im schlimmsten Fall sterben [1; 2; 3].

Ernährung: Was darf mein diabeteskranker Hund fressen?

Zunächst einmal solltest du darauf achten, regelmäßige Fütterungszeiten einzuhalten, damit es nicht zu starken Schwankungen im Blutzuckerspiegel kommt. Zwei Mahlzeiten pro Tag mit etwa acht Stunden Pause sind ideal. Auf Leckerlis solltest du ganz verzichten, da sie starken Einfluss auf den Blutzucker haben können. Der Arzt wird dir zu einem speziellen Futter für zuckerkranke Hunde raten, das nur einen geringen Zucker- und Getreideanteil, dafür viel leicht verdauliche Proteine und Ballaststoffe enthält. So steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur langsam an und das Gewicht deiner Fellnase bleibt im gesunden Rahmen.   

Ergänzungsfuttermittel zur vorbeugenden oder begleitenden Behandlung von Diabetes

Ganz verhindern kannst du nicht, dass dein Liebling an Diabetes erkrankt, weil die Krankheit meist genetisch vererbt wird. Du kannst aber das Risiko für den Ausbruch der Krankheit senken, indem du auf einen gesunden Lebens- und Ernährungsstil deines Hundes achtest. Dazu gehören:

  • regelmäßige Bewegung
  • Vermeidung von Übergewicht
  • hochwertiges, gesundes und ausgewogenes Futter
  • eine stressfreie Umgebung schaffen.   

Hat dein Hund bereits Diabetes, wird dein Arzt dich anleiten, seinen Blutzucker zu messen, ihm die richtige Dosis Insulin zu spritzen und rechtzeitig bei Unterzuckerung Maßnahmen zu ergreifen. Er wird dir auch zu einem speziellen Futter raten, das hilft, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren und eventuelles Übergewicht zu senken. Auch wird er dich mit deinem Hund regelmäßig einbestellen, um Folgeerkrankungen (wie Grauer Star) frühzeitig zu erkennen bzw. zu vermeiden. Unser Regenerations Mix enthält Kurkuma, das den Blutzuckerspiegel regulieren, Ashwagandha und Gotu Kola (Wassernabel), die gegen Diabetes hilfreich sein und Taurin, das der Krankheit vorbeugen helfen kann. Unser Aktiv und Vital Mix kann mit Hilfe von Reishi, Acerola und Gerstengras den Blutzucker reduzieren helfen. Beide Ergänzungsfuttermittel enthalten darüber hinaus eine Fülle von Ballaststoffen, Antioxidantien, Entzündungshemmern und Stoffen zur Wundheilung, die den Ursachen, Symptomen und Komplikationen von Diabetes entgegenwirken können. Am besten besprichst du mit deinem Tierarzt, ob die Anwendung deinem Hund guttun könnte.  

Quellen:

[1] Wenning, Frederieke, Diabetes beim Hund – Symptome, Ursachen & Behandlung, edogs Magazin, abgerufen am 04.01.2023 von https://www.edogs.de/magazin/diabetes-beim-hund/

[2] Diabetes mellitus beim Hund – Symptome, Diagnose und Therapie, in MSD Tiergesundheit, abgerufen am 05.01.2023 von https://www.msd-tiergesundheit.de/fokusthemen/diabetes-mellitus-beim-hund/

[3] Diabetes beim Hund – Ursachen, Symptome & Therapie, in futalis, abgerufen am 05.01.2023 von https://futalis.de/hunderatgeber/krankheiten/stoffwechselerkrankungen/diabetes?utm_source=google&utm_medium=cpc&fut_campaign_id=14385683184&fut_adgroup_id=127605101938&gclid=CjwKCAiAh9qdBhAOEiwAvxIok1qioxTuetwsAuHD3f4mgp81S6EcPYY4ubLMD9gF4TsdYJ8cTem-IhoCjA8QAvD_BwE

[4] Diabetes beim Hund: Das sollten Sie über die Zuckerkrankheit wissen, in josera, abgerufen am 05.01.2023 von https://www.josera.de/ratgeber/ratgeber-hunde/diabetes-hund.html

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