Wenn der Kopf unkontrolliert zittert: Head Bobbing Syndrom beim Hund

Ein Wackeldackel auf der Hutablage im Auto mag ja noch ganz lustig sein. Wenn aber der eigene Hund plötzlich anfängt, unkontrolliert mit seinem Kopf zu wackeln, ist das eher erschreckend. Womit haben wir es hier zu tun? Ist das eine Art Parkinson oder Epilepsie, ist es gefährlich oder ein simpler Tick? Hier erfährst du wichtige Fakten über das sogenannte Head Bobbing Syndrom (idiopathischer/episodischer Kopftremor), wie es dazu kommt und was man dagegen tun kann. 

Head Bobbing, was ist das?

Wenn der Hund plötzlich, anfallsartig und unwillkürlich mit dem Kopf wackelt, spricht der Mediziner von einem episodischen Kopftremor. Diese Bewegung kann in zwei Richtungen erfolgen, als (meistens) horizontaler “Nein-Nein-Tremor” oder (seltener) vertikaler “Ja-Ja-Tremor”. In seltenen Fällen kann der Kopf des Hundes auch rotieren. Das Bewegungsmuster tritt interessanterweise immer dann auf, wenn der Hund eigentlich entspannt ist und sich ausruht [1; 2; 3]. 

Welche Hunde sind vom episodischen Kopftremor betroffen?

Dieses auffällige Syndrom kann bei Hunden jeden Alters auftreten und schon im Welpenalter, aber auch erst im Alter von zehn Jahren beginnen. Wie häufig bei solchen Erkrankungen sind bestimmte Rassen prädisponiert für das Syndrom. Besonders häufig leiden unter dem Head Bobbing Syndrom: 

  • Boxer
  • (Englische) Bulldogge
  • Dobermann-Pinscher und
  • Labrador Retriever [1; 2; 3].

In seltenen Fällen können aber auch andere Rassen und Mischlingshunde betroffen sein. 

Typische Symptome beim Head Bobbing: So merkst du das Syndrom bei deinem Hund

Wenn dein Hund auf eigenartige Weise und ohne erkennbaren Grund mit dem Kopf wackelt, ist vermutlich dein erster Impuls: “Hilfe, mein Hund hat Epilepsie!” Dieser Gedanke ist nur allzu verständlich. Wenn du aber genauer hinschaust, wirst du merken, dass der restliche Körper deiner Fellnase während des Anfalls vollkommen ruhig ist. Du kannst sogar das Kopfwackeln unterbrechen, indem du deine Fellnase ansprichst oder ablenkst. All das wäre bei einem epileptischen Anfall nicht möglich. Ist der Spuk vorbei, verhält sich dein Hund wieder ganz normal, als wäre nichts gewesen. Dann, nach Stunden, Tagen oder Monaten, wiederholt sich das ganze Szenario, ohne dass ein auslösender Impuls erkennbar wäre. Bei jedem Anfall/jeder Episode kann das Bewegungsmuster (vertikaler oder horizontaler Tremor) wechseln, innerhalb einer Episode bleibt aber das Bewegungsmuster immer gleich. Lediglich die -häufigkeit (Frequenz) kann sich in dieser Zeitspanne verändern. Bei vielen Hunden tritt das Syndrom mehrmals pro Woche bzw. Tag auf, nur in ganz seltenen Fällen alle paar Monate. Kennzeichnend für das Head Bobbing Syndrom beim Hund sind also: 

  • episodenartiges Kopfzittern mit horizontaler oder vertikaler Bewegung über Sekunden, wenige Minuten (meist maximal 3 Minuten) oder (selten) mehrere Stunden
  • dabei weit geöffnete Augen
  • mehrere Episoden am Tag/in der Woche
  • normales Verhalten zwischen den Episoden
  • keine weiteren Symptome
  • während der Episoden ansprech- und ablenkbar (z.B. durch Spielzeug, Futter) [1; 2; 3].

Wie gefährlich ist das Kopfzittern?

Obwohl es irgendwie gruselig aussieht, wenn der Hund ein solch unbekanntes und unerklärliches Bewegungsmuster zeigt, ist das Head Bobbing weder gefährlich oder schmerzhaft, noch schränkt es die Lebensqualität deines Lieblings ein, solange dadurch nicht sein Fressverhalten oder der Schlaf unterbrochen oder seine Angst größer wird. Zwischen den Episoden ist ja auch eigentlich alles vorbei, als wäre nie etwas gewesen. Trotzdem: Lass deinen Schatz zur Sicherheit tierärztlich untersuchen, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. 

Ursachen des Kopfzitterns

Leider sind die genauen Ursachen des Head Bobbing Syndroms noch ungeklärt. Dass bestimmte Tierrassen besonders von dem Syndrom betroffen sind, weist auf eine genetische Komponente als Ursache hin. Die unkontrollierten Bewegungen könnten durch eine Genickschwellung und unkontrollierbare Verkrampfung der Nackenmuskeln ausgelöst werden, die, so vermuten Experten, wiederum durch eine gestörte Darmflora zustandekommen. Durch ein ungünstiges Verhältnis der Darmbakterien kann es zu starken Blähungen im Magen kommen, es können giftige Gase, Verklumpungen im Blut und ein Sauerstoffmangel entstehen. So zeigen exemplarisch Röntgenbilder eines Hundes aufsteigende Gase aus dem Magen in die Faszien des Rückens und weiter in die Halswirbel, wo sie u.a. die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff behindern.  

Insgesamt vermuten Wissenschaftler, dass Faktoren wie:

  • Magen-Darm-Störungen
  • Störungen im Nervensystem
  • Umweltfaktoren/Allergene
  • Hirntumore oder auch 
  • Entzündungen

für das Head Bobbing Syndrom verantwortlich sein können. Beobachtungen an betroffenen Hunden zeigen zudem, dass das Syndrom vermehrt auftritt bei Hunden: 

  • mit einem schlechten Grundzustand bzw.
  • mit bereits bestehenden Begleiterkrankungen
  • nach Narkosen und Operationen [1; 2; 3]. 

Behandlung beim Head Bobbing-Syndrom 

Zunächst einmal wird der Tierarzt deinen Hund genau untersuchen, um auszuschließen, dass er an ernsthaften neurologischen Krankheiten, Krebsleiden, Infektions- oder anderen Krankheiten leidet. Beim Head Bobbing Syndrom sollten sich bei der Untersuchung von Kopf und Rückenmark durch bildgebende Verfahren keine Auffälligkeiten ergeben. Steht die Diagnose fest, dann gibt es verschiedene Behandlungsansätze. Dazu gehören Infusionen und eine Therapie mit Laserstrahlen, die gut gegen das Syndrom helfen sollen. Spezielle Medikamente, wie beispielsweise Antiepileptika, gibt es leider nicht. Gegen die Muskelkrämpfe im Nacken können Massagen helfen, z.B. von einem Physiotherapeuten. Langfristig sollte der Magen-Darm-Trakt deines Hundes gestärkt und die Darmflora in einem gesunden Gleichgewicht gehalten werden. Lass dich am besten von deinem Tierarzt beraten, welche Nähr- und Vitalstoffe günstig für den Verdauungsapparat deiner Fellnase sein könnten und ob eine Kur und/oder langfristige Futterumstellung notwendig ist [3; 4]. 

Das kannst du selbst gegen den idiopathischen Kopftremor tun

Für den Besuch beim Tierarzt solltest du eine Tremor-Episode deines Hundes (beispielsweise mit dem Smartphone) aufzeichnen. So kann er sich direkt ein Bild von der Symptomatik machen. In der akuten Phase eines Tremors kannst du deinen Hund ablenken und damit aus der Verkrampfung befreien. Eine anschließende Massage tut der Verkrampften Muskulatur gut und entspannt deinen Hund. Wird die Zeit zwischen den Episoden kürzer bzw. treten sie vermehrt auf, gehe mit deinem Schatz zum Tierarzt, um zu klären, ob nicht doch eine andere Erkrankung dahintersteckt. Zur Verhinderung eines geblähten Magens und zur Vorbeugung weitere Episoden könntest du deinen Hund mit einem abwechslungs- und vitalstoffreichen Futter “darmgesund” ernähren. Achte dabei darauf, ihn nicht zu spät zu füttern [1; 2]. Wir von Hunreys fördern die gesunde Verdauung des Hundes mit unserem Verdauung Mix als Pulver oder auch als leckere Superfood Balls zur Belohnung, zum Training oder einfach für unterwegs. Bei der Formulierung haben wir die enge Verbindung von Darm und Nervensystem bedacht und die Regeneration der Bakterienflora als Ziel gesetzt. Obwohl unsere Produkte vornehmlich die Gesundheit des Darms und eine regelmäßige Verdauung fördern sollen, wirken sie durch die antioxidative, nervenstärkende, entzündungshemmende, immun- und hormonregulierende sowie energiespendende Kraft der Pflanzenstoffe auch ganzheitlich auf den Organismus des Hundes und damit gegen viele der potentiellen Ursachen des Head Bobbing Syndroms ein [4]. 

Quellen:

[1] Backhaus, Thomas, Mein Hund hat Kopfzittern! So kannst Du Deinem Hund bei Head Bobbing helfen, in Das gesunde Tier, abgerufen am 09.01.2023 von https://www.dasgesundetier.de/magazin/artikel/head-bobbing

[2] Walter, Martin, Head Bobbing beim Hund, 02.09.2021 in santavet, abgerufen am 09.01.2023 von https://www.santevet.de/artikel/head-bobbing-beim-hund-kopfzittern#:~:text=Der%20Hund%20wackelt%20mit%20dem%20Kopf%20%E2%80%93%20Was%20ist%20die%20Ursache,unfreiwillige%20Kopfbewegung%20ist%20nicht%20bekannt.

[3] Head Bobbing: Das steckt hinter dem plötzlichen Kopfzittern beim Hund, 25.08.2021 in Ein Herz für Tiere, abgerufen am 12.01.2023 von https://herz-fuer-tiere.de/haustiere/hunde/gesundheit-und-vorsorge-bei-hunden/kopfzittern-beim-hund

[4] Head Bobbing: episodischer Kopftremor bei Dobermann, Boxer und Bulldogge, in Petdoctors, abgerufen am 12.01.2023 von https://www.petdoctors.at/hund/symptome-krankheiten/head-bobbing-episodischer-kopftremor-bei-dobermann-boxer-und-bulldogge

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