Diese Nährstoffe brauchen Welpen im Frühjahr 

Ist es nicht einfach purer Freude, so einen kleinen Hundewelpe um sich zu haben? Dieses unbekümmerte Wesen, dieses Spielerische. Unbegrenztes Schmusen, diese niedlichen Bewegungen und Geräusche beim Schlafen und dann alles erkunden, was nicht schnell genug verräumt ist – herrlich. In Wirklichkeit gilt ihre ganze Kraft dem “Ich will unbedingt ganz schnell groß werden und die Welt erobern!” Dass unsere Kleinen dabei Höchstleistungen vollbringen, können wir natürlich nicht sehen. Aber gerade in dieser Phase brauchen die Kleinen unsere Unterstützung, sowohl in der Erziehung, aber auch ganz besonders in der Nährstoffversorgung. Damit das gesund gelingt, müssen wir unsere Puppys mit Bedacht begleiten und füttern, sonst sind körperliche, aber auch kognitive Gesundheitsprobleme vorprogrammiert. Allem voran ist die richtige Nährstoffauswahl von entscheidender Bedeutung. 

Nährstoffe die dein Welpe benötigt

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, warum man einem Welpen nicht einfach Erwachsenenfutter geben kann. Die Antwort ist einfach: Der Welpenorganismus hat gänzlich andere Bedürfnisse als der von erwachsenen Tieren. Die Kleinen brauchen viel Energie und Nährstoffe (wie essentielle Aminosäuren, Vitamine, Magnesium, Zink, Eisen, Calcium und Phosphor) für Aufbau- und Entwicklungsprozesse, wie das Wachstum von Knochen und Organen. Sie wachsen sogar so rasant schnell, dass ihr Energiebedarf den von erwachsenen Hunden übersteigt [3]. Ihr Verdauungs-, Nerven-, Hormon- und Abwehrsystem entwickelt sich dagegen vergleichsweise langsam. Im Laufe der Entwicklung ändern sich die Bedürfnisse nach bestimmten Nährstoffen ständig, je nachdem, was gerade entwicklungsmäßig dran ist. Eine gewisse Zeit lang sollte Alleinfutter all das bieten.

Erwachsene Hunde benötigen dagegen Nähr- und Vitalstoffe eher für Erhaltungs-, Reparatur- und Regenerationsprozesse. So leuchtet ein, dass die ideale Zusammensetzung (oder vielmehr das Nährstoffverhältnis) von Welpenfutter gänzlich anders ausfallen sollte als die erwachsener Tiere. Entgegen landläufiger Meinung scheinen unsere Kleinen aber nicht allein Eiweiß als wichtigsten Wachstumstreiber für die Knochen zu benötigen, sondern auch Mikronährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe [1; 2]. 

Konkret: Das enthält gutes Welpenfutter

Zunächst einmal müssen Welpen von der Muttermilch entwöhnt und an entsprechendes Futter herangeführt werden. Aber wie erkennst du gutes/geeignetes Welpenfutter? Zum einen muss das Hundefutter spezielle auf die Bedürfnisse von Junghunden abgestimmt werden. Entsprechend sind die Futterverpackungen meist mit “Alleinfutter für heranwachsende Hunde” (alle Nährstoffe in der richtigen Konzentration) gekennzeichnet. Es enthält i.d.R. alles, was die Kleinen für ihre Entwicklung brauchen, allem voran viel Fleisch in Lebensmittelqualität und natürliche bzw. naturbelassene Zutaten [2; 4]. In der späteren Wachstumsphase ist das Futter dann eiweiß-, energie- und mineralstoffreicher (Juniorfutter). Konkret sollten im Alleinfutter enthalten sein:

  • leicht verdauliche Bestandteile (z.B. Geflügel, Reis)
  • hochwertige ungesättigte essentielle Fettsäuren (z.B. Lein- oder Fischöl) 
  • Energielieferanten und Ballaststoffe (z.B. Kartoffeln, Reis) 
  • Vitamine und Mineralstoffe in größerer Menge [5]

Der Eiweißgehalt im Alleinfutter sollte höher liegen als bei Futter für erwachsene Hunde, denn die Welpen brauchen Proteine für die Bildung von Muskeln, Organen und anderen Geweben. Sie stammen, aufgrund der lebenswichtigen essenziellen Aminosäuren, meist aus tierischer Quelle. Obwohl man früher glaubte, zu viel Eiweiß könnte Skeletterkrankungen verursachen, ist diese Vermutung inzwischen durch Studien widerlegt [1].

Das sollte Welpenfutter nicht enthalten

Es versteht sich von selbst, dass Alleinfutter für Welpen von höchster Qualität und ohne chemische Zusätze sein sollte. Das bedeutet konkret, dass unter den Inhaltsstoffen weder:

  • Zucker, Melasse, Glucose, Fructose
  • synthetischen Aromen, Geschmacksverstärker, Appetitanreger
  • Farbstoffe, Konservierungsmittel noch
  • Füllstoffe, wie Zellulose enthalten sein sollten. 

Auch Kohlenhydrate in Form von Getreide sowie Tiermehl sollten ebenfalls nur in geringen Mengen bzw. ganz fehlen [4].  

Vermeidbare Fehler bei der Welpenfütterung 

Trotzdem: Leicht ist es nicht, seinen Welpen richtig zu füttern. Wir alle wissen, dass die herkömmlichen Fertigprodukte ganz unterschiedliche Qualitäten aufweisen können. Manche haben zu viel Energie (Achtung Überversorgung), andere wiederum ein unausgewogenes Nährstoffverhältnis und bei wieder anderen können die verarbeiteten Rohstoffe von schlechter Qualität und die Produkte voller unnötiger Zusätze sein. Man muss sich also schon ein wenig auskennen, um seiner kleinen Fellnase alles zukommen zu lassen, was sie braucht. Ggf kann es notwendig sein, das Fertigfutter mit Zusatzmitteln zu ergänzen. Du kannst Fehler bei der Welpenfütterung vermeiden, indem, du beispielsweise:

  • deinem Welpen nicht einfach alles fütterst, was dir lecker erscheint, weil er scheinbar einen unersättlichen Hunger hat und so herzzerreißend bettelt
  • ihm nicht mehr und nicht weniger Futter gibst, als seinem Kalorienbedarf gemäß Wachstumskurve entspricht
  • Leckerlis und Kauartikel bewusst und sparsam einsetzt, denn auch sie können – z.T. enorm – auf seine tägliche Kalorienbilanz schlagen. Am besten sorgst du für gesunde Leckerlis ohne künstliche Zusätze (wie beispielsweise Zucker), die seine Nährstoffversorgung empfindlich stören können
  • bei der Auswahl des Futters auf Produkte eines Herstellers, der die Analysedaten des Futters (Eiweiß, Mineralstoffe, Energie) transparent offenlegt und ehrliche Kundenbewertungen aufweisen kann [1].

Idealerweise fütterst du deinen Welpen entsprechend der Entwicklungsphase immer mit dem gleichen Futter, zur gleichen Zeit und am gleichen Ort, denn das gibt ihm Sicherheit, schafft Vertrauen und kann bei dem noch empfindlichen Magen-Darm-System Verdauungsproblemen vorbeugen [2].  

Welpenfutter selbst gemacht

Immer mehr Hundebesitzer setzen auf Barfen. Möchtest auch du das Welpenfutter lieber selbst zusammenstellen, z.B. um die Qualität des Futters zu kontrollieren bzw. sicherzustellen, lass dich am besten vom behandelnden Tierarzt beraten. Er kann den Nährstoffbedarf für deinen Kleinen ermitteln und während des Wachstumsverlaufs regelmäßig anpassen [1]. Aber das Welpenfutter selbst zusammenzustellen, ist eine große Kunst, eine Wissenschaft für sich. Du musst dich dabei genau mit der Nährstoffzusammensetzung und dem Bedarf deines Welpen auskennen. Insbesondere beim Barfen können Ergänzungsfuttermittel nötig werden, damit die optimale Nährstoffversorgung deines Kleinen sichergestellt ist. Lass dich hierbei unbedingt von deinem Tierarzt beraten. 

Die lineare Beziehung zwischen Fütterung und Wachstum

Die Menge an Energie und Nährstoffen bestimmt das Wachstum deines Welpen. Bekommt er ausreichend Eiweiß, Calcium und Phosphor, können seine Muskeln und Knochen gesund heranwachsen. Nur leider merkst du einen Überschuss an den Stoffen nicht daran, dass er kugelrund wird, sondern, wenn überhaupt, an einem besonders schnellen Wachstum. Vielleicht denkst du, das kann ja nicht schlimm sein, ist es aber tatsächlich doch. Denn wenn die Knochen zu schnell wachsen, drohen später Krankheiten von Knochen und Gelenken, wie etwa Arthrose, weil sie noch nicht genügend mineralisiert/stabilisiert sind und das Gewicht des Hundes nicht halten können [5]. Die Endgröße der Rasse sollte aufgrund der unterschiedlichen Wachstumskurve die Zusammensetzung des Futters bestimmen. Kleine Hunderassen beispielsweise brauchen mehr Fette, Eiweiße, Calcium und Phosphor, weil ihre Gewebe, Knochen und Muskeln sich schneller entwickeln, wohingegen das Futter großer Rassen energieärmer sein sollte [5]

Dazu kommt, dass ein überfütterter Welpe im Erwachsenenalter zu Fettleibigkeit neigt, die wiederum die Lebenserwartung senken kann. Umgekehrt führt ein Nährstoffmangel zu einem verlangsamten Wachstum [1; 2]. Beidem kannst du vorbeugen, wenn du dich bei der Menge des täglichen Futters an einer beim Tierarzt erhältlichen Wachstumskurve (inklusive Sollgewicht) orientierst und deine Fellnase regelmäßig wiegst. Das bedeutet im Umkehrschluss: Nicht die Angaben auf der Futterverpackung liefern die ideale Futtermenge, sondern die Wachstumskurve.

Wie oft sollte mein Welpe fressen?

Weil der Magen deines Welpen noch sehr klein ist, kann er anfangs jeweils nur kleine Mengen pro Mahlzeit aufnehmen. Anders als bei ausgewachsenen Tieren reicht da eine Mahlzeit pro Tag nicht aus. Sie müssen – kontrolliert und in Abhängigkeit von der Größe der Hunderasse – mehrmals am Tag kleine Futtermengen zu sich nehmen [1; 2]. Umgekehrt braucht dein Kleiner viel Energie für Wachstum, Entwicklung und Bewegung, und zwar doppelt so viel wie ein erwachsener Hund gleichen Gewichtes. Die Anzahl der Mahlzeiten reduziert sich von anfangs vier bis fünf pro Tag über drei im Alter von sechs Monaten auf zwei bei ausgewachsenen Hunden. 

Maßgeschneiderte Ergänzungsfuttermittel

Unser Junior Mix unterstützt die Entwicklung deiner kleinen Fellnase mit reinen Pflanzenextrakten. Die von Experten optimal aufeinander abgestimmten Inhaltsstoffe geben deinem Welpen Kraft und den Impuls für ein gesundes Wachstum von Knochen und Muskeln, Immun-, Verdauungs- und Nervensystem. Wie ein unsichtbares Schutzschild kann sich der kleine Organismus vor den schädigenden Außeneinflüssen schützen und so auf das Wesentliche konzentrieren. Gleichzeitig werden Reparaturmechanismen in Gang und Körper, Geist und Seele in Balance gehalten. Die bewährten Naturstoffe unterstützen die physiologischen Abläufe im Körper des Welpen, ohne ihn zu überfrachten oder in die natürlichen Entwicklungsprozesse lenkend einzugreifen. Die Portion Extra-Energie im Junior Mix kann helfen, Mangelerscheinungen vorzubeugen und den kleinen Fellnasen einen erfolgreichen Start ins Leben zu ermöglichen.

Quellen: 

[1] Tierarzt Dr. Hölter, Die beste Ernährung für Hunde im Wachstum, in Dr. Hölter: Welpenfutter, abgerufen am 13.03.2023 von https://www.drhoelter.de/tierarzt/ernaehrungsinfos/die-beste-ernaehrung-fuer-hunde-im-wachstum.html

[2] Welche Nährstoffe benötigt ein Welpe, in Welpenfutter Ratgeber, abgerufen am 13.03.2023 von https://www.welpenfutter-ratgeber.de/welpenfutter-infos/welche-nahrstoffe-benotigt-ein-welpe/

[3] Brauchen Welpen spezielles Welpenfutter?, in Welpenfutter Ratgeber, abgerufen am 16.03.2023 von https://www.welpenfutter-ratgeber.de/brauchen-welpen-spezielles-welpenfutter/

[4] Was zeichnet hochwertiges Welpenfutter aus?, in Welpenfutter Ratgeber, abgerufen am 16.03.2023 von https://www.welpenfutter-ratgeber.de/hochwertiges-welpenfutter-qualitaetsmerkmale/

[5] Welpenfutter, artgerechte Ernährung für Junghunde, 05.10.2022 in Das Futterhaus, abgerufen am 16.03.2023 von https://www.futterhaus.de/r/welpenfutter/

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